Managen unter Druck – Teil 4: Fokus bewahren

Managen unter Druck – Teil 4: Fokus bewahren
#Agilität #Spielregeln #Transformation #Change

Als Interimsmanager bin ich Extremmanager. Ich habe wenig Zeit, um bei eingeschränktem Einblick und in angespannter Atmosphäre in Firmen die Wende zum Besseren einzuleiten. Dabei zehre ich von meiner Erfahrung als Rettungstaucher. Heute beschreibe ich, wie man unter Druck den Fokus nicht verliert.

Im letzten Teil dieser kleinen Serie kommen wir zum Wichtigsten, das die Dinge gewissermaßen klammert: Den Fokus bewahren – um jeden Preis, bei aller Anfechtung. Denn unter Druck neigen wir dazu, uns zu verzetteln und aktionistisch, wenn nicht panisch zu werden. Unter Wasser genauso wie im Hamsterrad des Unternehmens.

Deshalb beherzige ich drei Regeln.

Regel 1: Schweife nicht ab!

Das klare Ziel verfolgen und den Plan bestmöglich umsetzen, das spart dem Taucher Kraft und Atemluft. Auf Störungen wird reagiert, aber nur im äußersten Fall stelle ich dabei Ziel und Plan infrage.

Im Management praktizieren wir oft das Gegenteil und predigen zeitgeistmäßig „permanent beta“ und „Agilität“. Im Interimeinsatz kann und darf ich mir das nicht leisten. Hier tickt die Uhr, das Geld wird knapp, die Nerven liegen bloß.

Handeln mit dem Ziel vor Augen ist angesagt. Und ohne Plan geht es nicht, auch wenn hier natürlich agiles Nachjustieren bei neuen Erkenntnissen nicht ausgeschlossen ist.

Regel 2: Arbeite mit Puffern!

Ein Viertel bis ein Drittel Puffer baut der Taucher ein, wenn er den Sauerstoff seiner Druckluftflasche auf den Tauchgang umrechnet. Diese Reserve sollte auch der Manager haben, zumal im Interimeinsatz. Wer Aktivitäten, Ressourcen und Ergebnisse am Limit plant, wird diesem Limit erliegen und sein Ziel nicht erreichen.

Ich lasse Luft zum Luftholen im Kalender – und nutze diese Zeiten, wo nötig, eben auch für die Bewältigung des Unvorhersehbaren.

Regel 3: Minimiere den Ballast!

Jedes Gramm an Ausrüstung und jedes Utensil erschwert den Taucheinsatz. Eine Erkenntnis, die Managern immer noch fremd ist. Was wäre an Kraft und Wirkung zu erzielen, wenn wir auch im Management nur täten, was dem Kunden dient und Wert für andere schafft?

Für Businesstheater, Rechtfertigungs-Reportings und den Einsatz modischer Managementtools bleibt mir als Interimsmanager jedenfalls keine Zeit. Denn ich muss eines: Wucht und Wirkung entfalten. Bei begrenztem Einblick in das Unternehmen, in limitierter Zeit und angesichts realistisch eingeschätzter Möglichkeiten.

Einsicht für Extremmanager

Damit ist in vier Schritten vielleicht ein bisschen klarer geworden, warum die Drucksituation unter Wasser hilft, mit Druck im Manageralltag umzugehen. Ich bin für diese Erfahrungen sehr dankbar. Und ziehe daraus jedes Mal wieder Kraft, Inspiration und Gelassenheit, aufreibende Einsätze auf Zeit in Unternehmen zu meistern.

Wenn Sie mit mir noch tiefer in die Materie eintauchen wollen, dann nehmen Sie einfach Kontakt auf. Ich freue mich darauf.

Links:

Viel Spaß beim Lesen.

Kontakt




















































Managen unter Druck – Teil 4: Fokus bewahren

Als Interimsmanager bin ich Extremmanager. Ich habe wenig Zeit, um bei eingeschränktem Einblick und in angespannter Atmosphäre in Firmen die Wende zum Besseren einzuleiten. Dabei zehre ich von meiner Erfahrung als Rettungstaucher. Heute beschreibe ich, wie man unter Druck den Fokus nicht verliert.

Im letzten Teil dieser kleinen Serie kommen wir zum Wichtigsten, das die Dinge gewissermaßen klammert: Den Fokus bewahren – um jeden Preis, bei aller Anfechtung. Denn unter Druck neigen wir dazu, uns zu verzetteln und aktionistisch, wenn nicht panisch zu werden. Unter Wasser genauso wie im Hamsterrad des Unternehmens.

Deshalb beherzige ich drei Regeln.

Regel 1: Schweife nicht ab!

Das klare Ziel verfolgen und den Plan bestmöglich umsetzen, das spart dem Taucher Kraft und Atemluft. Auf Störungen wird reagiert, aber nur im äußersten Fall stelle ich dabei Ziel und Plan infrage.

Im Management praktizieren wir oft das Gegenteil und predigen zeitgeistmäßig „permanent beta“ und „Agilität“. Im Interimeinsatz kann und darf ich mir das nicht leisten. Hier tickt die Uhr, das Geld wird knapp, die Nerven liegen bloß.

Handeln mit dem Ziel vor Augen ist angesagt. Und ohne Plan geht es nicht, auch wenn hier natürlich agiles Nachjustieren bei neuen Erkenntnissen nicht ausgeschlossen ist.

Regel 2: Arbeite mit Puffern!

Ein Viertel bis ein Drittel Puffer baut der Taucher ein, wenn er den Sauerstoff seiner Druckluftflasche auf den Tauchgang umrechnet. Diese Reserve sollte auch der Manager haben, zumal im Interimeinsatz. Wer Aktivitäten, Ressourcen und Ergebnisse am Limit plant, wird diesem Limit erliegen und sein Ziel nicht erreichen.

Ich lasse Luft zum Luftholen im Kalender – und nutze diese Zeiten, wo nötig, eben auch für die Bewältigung des Unvorhersehbaren.

Regel 3: Minimiere den Ballast!

Jedes Gramm an Ausrüstung und jedes Utensil erschwert den Taucheinsatz. Eine Erkenntnis, die Managern immer noch fremd ist. Was wäre an Kraft und Wirkung zu erzielen, wenn wir auch im Management nur täten, was dem Kunden dient und Wert für andere schafft?

Für Businesstheater, Rechtfertigungs-Reportings und den Einsatz modischer Managementtools bleibt mir als Interimsmanager jedenfalls keine Zeit. Denn ich muss eines: Wucht und Wirkung entfalten. Bei begrenztem Einblick in das Unternehmen, in limitierter Zeit und angesichts realistisch eingeschätzter Möglichkeiten.

Einsicht für Extremmanager

Damit ist in vier Schritten vielleicht ein bisschen klarer geworden, warum die Drucksituation unter Wasser hilft, mit Druck im Manageralltag umzugehen. Ich bin für diese Erfahrungen sehr dankbar. Und ziehe daraus jedes Mal wieder Kraft, Inspiration und Gelassenheit, aufreibende Einsätze auf Zeit in Unternehmen zu meistern.

Wenn Sie mit mir noch tiefer in die Materie eintauchen wollen, dann nehmen Sie einfach Kontakt auf. Ich freue mich darauf.

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